Stadt Füssen | Lechhalde 3 | 87629 Füssen
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Geschichte des Archives

Die erste Sammlung und Erschließung der Urkunden und Archivalien wurde 1737 in zwei Bänden Registratur-Beschreibung und einem Nachtrag von 1782 dokumentiert. Die Bücher sind im Stadtarchiv aufbewahrt, ihre Ordnung wurde aber wieder zerstört.

Im Jahr 1906 übermittelte der Stadtrat die gesamten Archivbestände an das Königliche Kreisarchiv in Neuburg an der Donau. Der Kreisarchivar Otto Geiger schuf eine völlig neue Einteilung in Urkunden und Archivalakten und veröffentlichte sie 1911 unter dem Titel "Das Archiv der Stadt Füssen" in der Archivalischen Zeitschrift Nr. XVIII.

Die beiden Bürgermeister Dr. Moser (1915 - 1929) und Dr. Enzinger (1956 - 1974) veranlassten umfangreiche Ordnungs- und Recherchearbeiten, an denen sich Dr. Enzinger auch selbst beteiligte.

Infolge der Eingemeindung von Faulenbach (1921), Hopfen am See und Weißensee (1978) kamen auch deren Gemeindearchive zu den Beständen des Stadtarchivs hinzu.


Geschichte des Klosterarchivs St. Mang

Das Klosterarchiv St. Mang steht mit Urkunden (13. - 18. Jh.) und Akten (15. - 18. Jh.) gut erschlossen zur Verfügung. Außerdem gehören dazu 550 Bücher, vorwiegend Rechnungsbücher, Grundbücher, Hof- und Gültbücher und Protokolle.

Wichtig zu wissen ist, dass das Kloster in vielen Ortschaften der näheren und weiteren Umgebung Grund besaß und Unterlagen dieser Orte sich somit im Klosterarchiv finden.

Das Klosterarchiv ist nicht vollständig erhalten. Durch verschiedentliche Brände und Auslagerungen ging ein Teil verloren. An manchen Urkunden und Briefen sind Brandschäden noch sichtbar. Nachdem schon die Äbte Gallus Zeiler (1750 - 1755) und Gerhard Ott (1763 - 1778) das Archiv ordnen ließen, erschloss von 1788 bis zu seinem Tod 1800 Pater Bernhard Weiher die Urkunden und Archivalien in 5 Breviarien-Bänden mit ausführlichen Inhaltsangaben.

Das Klosterarchiv St. Mang kam 1803 im Zuge der Säkularisierung in den Besitz der Fürsten von Oettingen-Wallerstein. Als 1839 das Kloster, allerdings ohne die in Tirol gelegenen Besitzungen, an den Freiherrn von Ponickau verkauft wurde, teilte man das Archiv. Der kleinere Teil, der die Tiroler Besitzungen des Klosters betraf, kam auf die Harburg, denn die Fürsten von Oettingen-Wallerstein versuchten lange Zeit, diesen Besitz vom österreichischen Kaiserhaus bzw. vom bayerischen König zurückzuerhalten.

Aus dem Besitz der Erben des Freiherrn von Ponickau kaufte die Stadt Füssen 1909 das Kloster St. Mang und 1918 auch das Archiv. So erhielt der Hauptteil wieder seinen Platz in den ursprünglichen Archivraum mit 121 beschrifteten Holzschubfächern.

1921/22 regestierte der Münchner Staatsarchivdirektor Otto Geiger die Urkunden im Klosterarchiv. Allerdings riss er sie dabei aus dem Zusammenhang der Archivalien, wie sie das alte Breviarium in 5 Bänden verzeichnete. Von diesem Breviarium besitzt unser Archiv die ersten vier Bände in einer Abschrift, den fünften im Original. Das Urkundenverzeichnis wurde 1932 in der Archivalischen Zeitschrift, herausgegeben vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv, III. Beiheft, veröffentlicht. Die Urkunden Nummer 1 bis 1289 sind im Füssener Bestand, die weiteren bis Nummer 1526 in Wallersteinschem Besitz.

Kontakt

Frau Ruth Michelbach
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